Kieferorthopädie

Das Ziel der kieferorthopädischen Behandlung
kann beschrieben werden als
Herstellung einer bestmöglichen Beziehung der Unterkiefer – zu den Oberkiefer-
zähnen, im Rahmen einer akzeptablen Ästhetik, mit einem möglichst stabilen
Behandlungsresultat.

Es gibt also zwei Gründe für die kieferorthopädische Behandlung, dies sind
ästhetische und funktionelle. Kieferorthopädische Behandlungen verbessern nicht
nur die Zahnstellung und damit das Aussehen der Zähne, in manchen Fällen haben
sie einen deutlichen Effekt auf die Gesichtsästhetik. Gerade gerichtete Zähne
erleichtern die Mundhygiene, sie führen in einigen Fällen dazu, dass sich die
Abbeiß-, Sprech- und Atemfunktion verbessert. Werden weit nach vorn stehende
Zähne korrigiert, so beugt man traumatischen Verletzungen vor. Mit der Korrektur
einer Zahnfehlstellung können auch Fehlbelastungen einzelner Zähne oder des
Kiefergelenkes verringert werden.

Grundsätzlich wird zwischen zwei Behandlungsmethoden unterschieden, der heraus-
nehmbaren
und der festsitzenden Technik. Beide haben spezifische Vor- und
Nachteile und müssen im jeweiligen Fall individuell eingesetzt werden.


abnehmbares Gerät

Multibandapparatur

Der Behandlungsbeginn einer kieferorthopädischen Behandlung liegt in den
meisten Fällen im Alter zwischen 9 und 12 Jahren, also wenn die Seitenzähne
wechseln. Natürlich kann auch im jugendlichen und erwachsenen Gebiss behandelt
werden, wobei dann überwiegend die festsitzende Technik (Multiband – oder Multi-
bracketapparatur) zum Einsatz kommt. Bei einigen Fehlstellungen kann es
notwendig sein, bereits vor dem Frontzahnwechsel (6. – 7. Lebensjahr)
prophylaktische oder therapeutische Maßnahmen einzuleiten.

Die o.g. Behandlungsziele beinhalteten u.a. ein möglichst stabiles Behandlungsresultat.
Dabei muss klargestellt werden, dass nach einer kieferorthopädischen Therapie die
Zähne nicht das ganze Leben lang in dieser Position verbleiben, sondern dass sie
dazu tendieren sich zu bewegen – übrigens auch ohne kieferorthopädische Behandlung.
Faktoren, die die Stabilität der Zähne bestimmen, sind z.B. die Planung und Durch-
führung der kieferorthopädischen Behandlung, Weichgewebs – und Muskelfunktion,
parodontale Verhältnisse, erbliche Gegebenheiten sowie die Art der durchgeführten
Zahnbewegungen. Um das Ergebnis möglichst lange Zeit zu stabilisieren, müssen im
Anschluss an die Behandlung sogenannte Retentionsgeräte getragen werden. Die Dauer
der Retentionszeit beträgt in den meisten Fällen ca. 1 bis 2 Jahre, kann sich darüber
hinaus auch mehrere Jahre erstrecken, bis hin zur Dauerretention, die ein Leben lang erfolgt. Dabei gibt es wiederum entweder herausnehmbare oder festsitzende Retentionsgeräte.

Prophylaxe ist unerlässlich!
Um während der kieferorthopädischen Behandlung zu vermeiden, dass Zahnfleisch-
entzündungen oder Karies entstehen, wird das Gebiss unter diesem Aspekt regelmäßig
kontrolliert und der Patient auf eine eventuell notwendige Sanierung beim Zahnarzt
hingewiesen. Auch die zahnärztliche Individualprophylaxe (Fluoridierung, Fissurenver-
sieglung und Mundhygieneinstruktion) stellt einen wichtigen Schritt zur Gesunder-
haltung der Zähne und des Zahnhalteapparates dar und wird von uns empfohlen.


angefärbter Zahnbelag (Plaque)

Patienten mit einem Multibandgerät erhalten von uns besondere Instruktionen zur
Putztechnik. Außerdem werden spezielle Zahnbürsten sowie zusätzliche präventive
Maßnahmen angeboten.

Folgende kieferorthopädische Behandlungen bieten wir speziell unseren
erwachsenen Patienten an:

- KFO, um ästhetische Verbesserungen zu erzielen
- KFO vor einer prothetischen Behandlung
- KFO bei Kiefergelenkerkrankungen oder Erkrankungen des Zahnhalteapparates
- KFO in Kombination mit einer chirurgischen Therapie

Liebe Patienten und Patienteneltern, Sie können sich jeder Zeit in unserer
Praxis vorstellen. Es ist kein Überweisungsschein dazu erforderlich!